Über einen Zeitraum von einem halben Jahr habe ich das Barrio Almanjavar beobachtet, ein Neubauviertel in der nördlichen Vorstadt-Peripherie Granadas/Spanien. Die nach und nach entstehenden Wohnparks spiegeln die Rezession der spanischen Wirtschaft wieder. Der Immobilienmarkt wuchs zu einer Spekulationsblase und ließ Investitionsruinen zurück.

Die präzisen Fotografien dokumentieren einen Entstehungs-prozess,der eben so gut als Verfallsprozess interpretiert werden könnte. Die auf den Fotos befindlichen Menschen wirken in dieser an sich menschenleeren Umgebung deplaziert und verloren.

Ursprung dieser Arbeit sind die zunehmenden demographischen Veränderungen Spaniens. Mittlerweile leben zwei Drittel der Bevölkerung in Städten und stellen die urbanen Zentren durch diese moderne Landflucht vor neue ökologische, ökonomische und soziale Probleme die durch die wachsende Immobilienkrise drastisch verschärft werden.